Pickleball ist eine Schlägersportart, die Elemente aus Tennis, Badminton und Tischtennis vereint. Gespielt wird mit einem perforierten Plastikball und festen Schlägern auf einem Feld, das etwa der Größe eines Badmintonfelds entspricht. Die Sportart ist schnell zu lernen, taktisch anspruchsvoll und in den USA seit Jahren die Nummer 1 im Wachstum.
Wie wird Pickleball gespielt?
Pickleball wird meist im Doppel gespielt (2 gegen 2), seltener im Einzel. Ziel ist es, den Ball so über das Netz zu spielen, dass das gegnerische Team ihn nicht regelkonform zurückspielen kann. Punkte gibt es nur, wenn das aufschlagende Team den Ballwechsel gewinnt. Ein Spiel geht in der Regel bis 11 Punkte (mit zwei Punkten Vorsprung).
Das Spielfeld
Ein Pickleball-Spielfeld misst 13,41 m × 6,10 m – also genau die Größe eines Badmintonfelds. Das Netz ist 86 cm hoch in der Mitte und 91 cm an den Pfosten. Eine Besonderheit: die Non-Volley-Zone (auch „Kitchen" genannt), eine 2,13 m breite Zone direkt am Netz, in der der Ball nicht aus der Luft (Volley) gespielt werden darf.
Schläger und Ball
- Schläger (Paddle): Fester Schläger ohne Saiten, meist aus Verbundmaterialien (Kohlefaser, Fiberglas), ca. 20–25 cm lang.
- Ball: Perforierter Plastikball ähnlich einem Wiffle-Ball, leicht und langsamer als ein Tennisball – das macht das Spiel kontrolliert und reaktiv.
Die wichtigsten Regeln in 5 Minuten
- Aufschlag von unten, diagonal ins gegnerische Feld.
- Two-Bounce-Rule: Nach dem Aufschlag muss der Ball einmal aufkommen, ebenso der Return – erst danach sind Volleys erlaubt.
- Non-Volley-Zone: In den 2,13 m direkt am Netz darf nicht volley gespielt werden.
- Punkte gibt es nur für die aufschlagende Seite. Ein Spiel geht bis 11 Punkte.
- Wechselnde Aufschlagseite: Im Doppel schlägt jeder Spieler nacheinander auf, bevor der Aufschlag zur anderen Seite wechselt.
Das Dink-Spiel: Pickleballs strategisches Herz
Was Pickleball wirklich besonders macht, ist das sogenannte Dink-Spiel: weiche, präzise Schläge knapp über das Netz, die im Bereich der Non-Volley-Zone des Gegners landen. Hier entscheidet sich, wer das Spiel kontrolliert. Wer Pickleball ernsthaft besser werden will, übt das Dink-Spiel ein Leben lang.
Kurze Geschichte
Pickleball entstand 1965 auf Bainbridge Island (USA) – als Familien-Erfindung von Joel Pritchard und Bill Bell, die ihren Kindern bei Langeweile etwas zum Spielen anbieten wollten. Heute ist die Sportart in Deutschland im starken Wachstum, mit dem Deutschen Pickleball Bund (DPB) als Dachverband.
Pickleball lernen – wie geht's?
Das Schöne an Pickleball: du brauchst kein Talent, kein teures Equipment und kaum Vorkenntnisse. Eine Stunde mit einem guten Coach – und du kannst spielen. Wenn du in Erlangen, Nürnberg oder Fürth wohnst, sind unsere Clinics oder Einzelstunden die schnellste Art, ins Spiel zu kommen. Lies auch 5 Tipps für Anfänger.